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Elektrischer Funktionserhalt rettet leben

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Bild: Funktionserhaltende Installation im Messeturm Zürich Oerlikon

Aufnahme von: Severin Spycher

Bei einem Brand zählt jede Minute. Die Menschen im Gebäude müssen sicher hinausfinden, und die Feuerwehr muss eingreifen können. Dafür müssen bestimmte elektrische Anlagen weiterlaufen, obwohl rundherum Feuer und grosse Hitze herrschen. 

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Funktionserhalt bedeutet: Stromkreise für Sicherheitsanlagen bleiben für eine festgelegte Zeit in Betrieb, auch wenn sie direkt vom Feuer betroffen sind. 

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Damit sollen:

- Feuerwehr und Rettungskräfte die nötige Technik zur Verfügung haben

- Alarmierung, Entrauchung und Evakuierung funktionieren

- Kabel das Feuer nicht durch das Gebäude tragen

- Fluchtwege beleuchtet und nutzbar bleiben

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So schützen Funktionserhaltende Installationen nicht nur Leben sondern sie begrenzen auch Sachschäden und Betriebsunterbrüche.

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Welche Anlagen brauchen das?

Zu den üblichen Sicherheitsanlagen gehören Notbeleuchtungsanlagen, Brand- und Gefahrenmeldeanlagen, sowie Evakuierungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzugs- sowie Rauchdruckanlagen, Feuerwehraufzüge, Löschwasserpumpen, Lebenswichtige medizinische Systeme und weitere betriebseigene Anlagen. 

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Bei der Kabelkontrolle muss man auf zwei Faktoren achten:

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1. Isolationserhalt (FE) -> Dabei wird nur das Kabel geprüft (kurzes Kabelstück wird mit 750Grad beflammt)

2. Funktionserhalt (E) -> Dabei wird das gesamte Tragsystem samt Befestigung in einer realistischen Montagesituation geprüft.

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Ein hoher FE-Wert sagt nichts darüber aus, wie lange eine Installation im Ernstfall funktioniert. Massgebend für den Funktionserhalt ist allein die E-Klasse, und zwar nur zusammen mit dem geprüften Tragsystem.

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Extern von dem FE- und E-Wert gibt es noch andere geprüfte Eigenschaften, worauf man achten sollte: 

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1. Halogenfrei: Im Brandfall entstehen keine ätzenden, korrosiven Gase. Das schützt Menschen, Elektronik und Bausubstanz.

2. Selbstverlöschend: Wird die Zündquelle entfernt, geht die Flamme von selbst aus.

3. Keine Brandweiterleitung: Auch gebündelte Kabel tragen das Feuer nicht weiter.

4. Raucharm: Es entsteht wenig Rauch. Fluchtwege bleiben länger sichtbar.

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Aufbau eines Funktionserhaltkabel (von aussen nach innen):

- Aussenmantel (halogenfrei und meist orange)

- Innenmantel (aus flaumwidrigem Polyolefin

- Keramisierende Schicht (wird bei Hitze zu einer Hülle)

- Aderisolation (aus vernetztem, halogenfreien Kunststoff)

- Kupfereiter

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Einsatzbereich:

- In Innenräumen problemlos

- Im Freien ok mit UV-Schutz

- Im Erdreich Schutzrohr notwendig

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Goldene Regeln für eine normgerechte Installation:

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1. Nur geprüfte Systeme verwenden

2. Herstellerangaben genau einhalten (max. Stützenabstand, max. Kabellast, Befestigung)

3. Oberste Lage

4. Der Untergrund muss mithalten

5. In Steigzonen das Gewicht abfangen

6. Durchführung und Abzweige richtig lösen

7. Kennzeichnung nicht vernachlässigen

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Profi-Tipp: 

-> Der Querschnitt muss mit Einbezug der Temperatur ausgelegt werden! Bei höherer Temperaturen steigt der spezifische Widerstand vom Kupfer. Somit ist mit Einbindung des maximalen Spannungsfalls die verfügbare Leitungslänge kleiner und man muss schneller zu einem höheren Querschnitt greifen.

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